02.05.03 Erdhoroskop: Spiegelung der Erdhäuser

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Karsten
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02.05.03 Erdhoroskop: Spiegelung der Erdhäuser

Beitragvon Karsten » Montag 26. Mai 2014, 08:20

sWI-Horoskop: Spiegelung der sWI -Häuser

Sinngemäss schreibt Hermann Lefeldt*: "Erstmalig in der bisherigen astrologischen Literatur wird die Anwendung der Spiegelung auf die Häuser methodisch durchgeführt. Es wird das Zusammenspiel der Häuser in ihrer Spiegelung, und zum anderen wiederum das Verhältnis der sechs Häusersysteme untereinander und in ihrem gegenseitigen Verhältnis zueinander gezeigt."

„Da nun die Spiegelungen in den verschiedenen Systemen durchaus nicht gleich sind, treten je nach dem System verschiedene Häuserpaare miteinander in Kontakt." (S. 5)


Die Spiegelung der sWI-Häuser ( sWI-Häuser, Abk. für Erdhäuser, S. 32)

Der Steinbockpunkt ist der Anfang des 4. sSO-Hauses. Dem Steinbockpunkt zugeordnet ist die sSO. Sie ist das Zentralgestirn unseres Sonnensystems und symbolisiert den Menschen in seiner körperlichen Erscheinung.

Der sWI-Punkt ist der Anfang des 7. sWI-Hauses und der Knoten der in Null Grad Steinbock gedacht liegenden sSO, die den Beginn, "die Geburt", des Jahres (um den 22. Dezember) anzeigt.

Um die Spiegelung der sWI-Häuser zu finden, werden die Punkte Null Grad Steinbock, Steinbockpunkt ( sSO, Symbol für Mensch) und Null Grad sWI, sWI- Punkt ( sWI-Punkt, Knoten der sSO), zueinander in Beziehung gesetzt.

Beispiel: Im 1. sWI-Haus, Waage, steht sJU. Wir setzen den Steinbockpunkt (Spitze oder Anfang des 4. Hauses) der »Astrologischen Rechenscheibe« auf sJU. Die Einstellung zeigt den sWI -Punkt im 9. sWI-Haus (Zwillinge).

Deutung: 1 — 9
Die Kombination von 1. und 9. sWI-Haus weist hin auf den Zusammenhang von Anlage und Kulturhöhe bzw. Kulturaustausch in der jeweiligen Umwelt. Das bedeutet: Die Verhältnisse, in die ich hinein geboren wurde, sind von einem bestimmten Geist der Zeit getragen (1). Man wird in eine Zeit hinein geboren, die durch bestimmte Ereignisse im kulturellen oder zivilisatorischen Leben geprägt ist (9).
Hier lässt sich ablesen, inwieweit ich (1) an diesem allgemeinen kulturellen Bewusstsein (9) teilnehme, es annehme oder ablehne oder mich einbeziehen lasse und selbst weiter führe.

    Spiegel Wi_Planet_01-09.GIF
    Spiegel Wi_Planet_01-09.GIF (39.92 KiB) 1874 mal betrachtet

Umgekehrt, steht sJU im 9. sWI-Haus, also in den Zwillingen, erscheint vom sJU aus, Spitze oder Anfang des 4. Hauses, der sWI-Punkt im 1. sWI-Haus.

Deutung: 9 — 1
Die Kombination von 9. und 1. sWI-Haus weist hin auf den Zusammenhang zwischen Kulturellem und der Anlage, dem Geist der Zeit. Das bedeutet: Die Verhältnisse, in die ich hinein geboren wurde, sind von einem bestimmten kulturellem Bewusstsein, geprägt vom kulturellen oder zivilisatorischen Leben(9). Mit meiner Anlage, entsprechend dem Geist der Zeit (1) nehme ich daran teil. (S. 32, 33, 46-49, 132, 133-135)

    Spiegel Wi_Planet_09-01.gif
    Spiegel Wi_Planet_09-01.gif (42.31 KiB) 1874 mal betrachtet

Es spiegelt sich deshalb das 1. sWI-Haus (Waage) mit dem 9. sWI-Haus (Zwillinge).

So fortfahrend erhalten wir folgende Übersicht.

    Erdhäuser,Spiegelung,Übersicht.gif
    Erdhäuser,Spiegelung,Übersicht.gif (38.21 KiB) 1874 mal betrachtet


„Aus diesen Zahlbeziehungen unter den Zeichen geht hervor, dass durch die Linie Löwe — Wassermann der Tierkreis in zwei Hälften geteilt wird." (S. 33)

Anmerkung
Die Pfeile weisen auf die aktiven und empfangenen, passiven Häuser hin. Das 1. Erdhaus, Waage ist aktiv; das 9. Erdhaus, Zwillinge, ist empfangend. Das bedeutet: Meine Anlage (1) bewirkt kulturelle Aktivität (9); vorhandendes kulturelles Leben (9) fordert meine Anlage heraus (1).

Die sWI-Häuser 2/8 und 5/11 gehören zur Ichdarstellung.

Die Achse Wassermann (5)/Löwe (11): Liebe (5) und Freundschaft (11) wird durchkreuzt von der Achse Skorpion (2)/Stier (8): Gewinnen (2) und Verlieren (8). (S. 133)

Das "Beziehungskreuz" ist ein symbolischer Hinweis darauf, dass im öffentlichen Raum, in der Aussenwelt, dort für die Öffentlichkeit sichtbar Liebe und Freundschaft immer einer Belastung ausgesetzt sind durch das, was hereinkommt, was man gewinnt (2) und durch das, was verloren geht, was man abgeben oder teilen muss (8). Oft sind deswegen Trennungen die Folge. Die astrologische Anschauung bestätigt die Lebensweisheit mit den Sprichwörtern:

    - "Man soll das Bärenfell erst dann verteilen, wenn der Bär erlegt ist."
    - "Bei Geld hört die Freundschaft auf."

Es ist richtig, mit dem was man hat, zu planen und auszukommen. Es ist richtig, einem Freund Geld zu schenken, als ihm Geld zu leihen.


Deutungen/Übersetzung
(bei inhaltlicher Wahrung des Originals neu formuliert mit Dietrich von Heymann, 2014)


sJU im 1. sWI-Haus (Waage), spiegelt mit dem 1. sWI-Haus (Zwillinge)
Was ist im öffentlichen Raum für mich günstig?
Ich fühle mich glücklich in die Umwelt eingebunden und empfinde die wirtschaftlichen Verhältnisse für mich als günstig. (1) Das befähigt mich dazu, kulturelle Einrichtungen und Massnahmen zu unterstützen. (9)

sJU im 9. sWI-Haus (Zwillinge), spiegelt mit dem 1. sWI-Haus (Waage)
Wie suche ich das Glück bei den Kulturgüter?
Kulturgüter stimmen mich glücklich, denn ich fühle mich gut eingeordnet in die raum-zeitliche kulturelle Umwelt. Ich freue mich an hervorgehobenen Leistungen z. B. Gebäuden, Skulpturen, Kompositionen, Einrichtungen oder Alltagsgegenstände.



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*Quelle: Die Seitenzahlangaben beziehen sich auf, Hermann Lefeldt: "Methodik der astrologischen Häuser und Planetenbilder." (System Hamburger Schule) Band1: Die Häuser. Ludwig Rudolph (WITTE-Verlag), Hamburg 1962; Neuauflage 2012, Michael Feist (WITTE-Verlag), Hamburg



Karsten


verwendete Progamme "Hamburger Schule": aktuell WSL-10.9 und T-Auswert-59, Demos siehe unter: http://www.astrax.de

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